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Schlehdorn

(Prunus spinosa)

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1 — 3m indigen LC
Synonyme: Prunus acacia, Prunus communis ssp. spinosa, Schlehe, Schwarzdorn, Schlehástaudn, EN: Blackthorn, Sloe; IRL: Draighean; HR: trnula, črni trn. Nanophanerophyt, coll-sm. Pflanze hat rechtwinkelig abstehende Sprossdornen (lat. spinosus = dornig). Die Blüten erscheinen vor den Blättern. Die Stämme sind dunkelgrau (Lit). Eine Schlehenhecke ist praktisch undurchdringbar. Die blauen bis schwarzen, bereiften Früchte schmecken sehr sauer und sind adstringierend. Die ersten Frostnächte machen die Früchte mürbe und - fast hätte ich gesagt genießbar, aber von Genuss kann keine Rede sein. Schlehe ist ein altgermanischer Name, althochdeutsch sleha, verwandt mit dem slawischen sliva oder šljiva für Zwetschke (Prunus domestica). Die häufige Pflanze kommt in allen österreichischen Bundesländern in allen Naturräumen vor (Lit). In Istrien ist die Art vor allem an Waldrändern und im Schibliak überall häufig (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW. Aufnahme: 03.04.2020 Pucking
 
Prunus spinosa
Bedrängt durch wuchernden Efeu.    
 
Prunus spinosa
16.04.2019 Clontallagh
 
Prunus spinosa
 
 
Prunus spinosa
01.04.2015 Prodol
 
Prunus spinosa
 
 
Prunus spinosa
17.08.2006 Kogelsteine

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1480. P. spinosa L. (P. fruticans Weihe. Schlehenstrauch. — Schwarzdorn.)
Strauch, 3 — 6' hoch, seltener baumartig, sehr stark verästelt mit schwärzlichbrauner, ziemlich glatter Rinde. Aestchen in der Jugend sammetig, dann verkahlend, die älteren oft verkümmernd, auf einen bis zolllangen, derben, wagrecht abstehenden Dorn zurückgeführt. Blätter lanzettlich, elliptisch oder länglich-verkehrteiförmig, gesägt, stumpf oder spitz, weichhaarig oder zuletzt kahl, dunkelgrasgrün, kurzgestielt. Blüthen einzeln oder zu 2 — 3 entweder vor den Blättern hervorbrechend und dann in zahlloser Menge alle Aeste bedeckend, bald mit den Blättern zugleich sich entwickelnd und dann in viel geringerer Anzahl. Blüthenstiele und Kelche kahl. Kronen weiss. Steinfrüchte nur 4 — 6''' im Durchmesser, kugelig, aufrecht. Oberhaut schwarz, bläulich bereift. Fruchtfleisch grün, herbe. Steinschale kugelig, glatt, unten bespitzt, mit zwei einseitigen, gekielten Nähten. Die Steinfrüchte werden erst, wenn sie durchgefroren sind, geniessbar, ihr anfangs rothfärbender Saft wird später schwarz und gibt eine sehr dauerhafte Tinte. Die Rinde enthält rothen Färbe- und Gerbestoff.
April — Mai


An Hecken, Waldsäumen, auf Weiden, in Auen, an felsigen, buschigen Abhängen sowohl über kalkarmen als kalkreichen Steinunterlagen, auf Glimmerschiefer, Gneiss, Granit, Hornblende bis über 3000' aufsteigend, und zwar meist mit vorlaufenden Blüthen, die den ganzen blattlosen Strauch wie mit Schnee bedeckt erscheinen lassen. Um Linz zunächst an Hecken am Freinberge, an Waldrändern am Fusse des Pöstlingberges hinter dem Rieseneder, ober dem Hagen; am Ende des Urfahrsteinweges zum Spatzenhof, in Nähe des Heilhamerthurmes in Urfahr, u. s. in allen Kreisen."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 235), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 04.08.2026

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